Wahl­programm

Präambel

Grundlage all unseres Handelns im Landkreis Zwickau muss der Gedanke der Nachhaltigkeit sein. Wir müssen auf allen Ebenen unserer Verantwortung für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen gerecht werden.

  • Unsere Hauptanliegen sind grün markiert.

Umwelt, Natur, Klima

  • Das Energie- und Klimaschutzkonzept für den Landkreis erarbeiten und konkrete Maßnahmen umsetzen. Dabei die Öffentlichkeit in angemessener Weise beteiligen.
  • Entwicklung von Biotopverbunden durch Konzepte und Maßnahmen im gesamten Landkreis, um die Artenvielfalt in der Region zu fördern und zu erhalten.
  • Schutzgebiete erhalten, entwickeln und Öffentlichkeitsarbeit intensivieren
  • Weiterer Ausbau der Kreisnaturschutzstation als „Dienstleistungszentrum Naturschutz“ insbesondere für Naturschutzverbände und alle ehrenamtlichen Naturschutzhelfer
  • Vorrangige Stärkung und Förderung von Umweltbildungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene des Landkreises
  • Die Arbeit von Kreis-Naturschutzbeirat und ehrenamtlichen Naturschutzhelfern stärken.
  • Drastische Reduzierung des Flächenverbrauchs als wirksamen Beitrag zur Naturerhaltung und zum Schutz vor Hochwasser
  • Wesentlich wirksamere Kontrollen von Ausgleichsmaßnahmen bei unvermeidbar notwendigen Natureingriffen auch über längere Zeiträume.
  • Flächenvorrat für Ausgleich und Ersatz anlegen: Unvermeidbare Eingriffe in den Naturhaushalt müssen kompensiert werden - nicht irgendwo, sondern in unmittelbarer Umgebung.
  • Alle Landkreisliegenschaften grüner machen durch Verwendung heimischer Arten bei der Baumpflanzung, Anlage von Blühwiesen im innerstädtischen Bereich, Bäume und Gehölze schützen und den kommunalen Baumschutz wiederbeleben.

Mobilität und Infrastruktur

  • Daseinsvorsorge bedeutet Mobilität für alle Menschen im Landkreis gewährleisten
  • Erste Schritte hin zur Einführung eines 365€-Tickets als Jahresfahrkarte für den VMS Bereich
  • Barrierefreie Mobilität für alle, auch außerhalb von Spitzenzeiten und in ländlichen Regionen
  • Intelligente Modelle der Personenbeförderung weiterentwickeln und erproben z. B. mittels Kleinbusse auf Abruf oder Jugendtaxi
  • Stärkere Beachtung des Ausbaus des Radverkehrsnetzes des Landkreises.
  • Investitionen von 1 Mill. Euro jährlich in die Radverkehrsinfrastruktur (gemäß der vom Kreistag beschlossenen Radverkehrskonzeption)
  • Radverkehr gleichwertig in alle Verkehrsplanungen einbeziehen (Alltagsradverkehr und touristischer Radverkehr)
  • Ein gut gepflegtes schlaglocharmes Straßennetz ist uns wichtiger als teure Aus- und Neubaumaßnahmen. Straßenbauprojekte sind rechtzeitig vor der Entscheidung für die Bürgerinnen und Bürger deutlich transparenter zu machen
  • Unterstützung und Hilfe des Landkreises für Kommunen bei der Schaffung von Tempo- 30-Zonen an Unfall- und Verkehrslärmschwerpunkten sowie vor Kindereinrichtungen und Schulen

Wirtschaft

  • Vernetzung aller Aktivitäten zur Wirtschaftsförderung im Landkreis mit dem Ziel einer ökonomisch, ökologisch und städtebaulich optimierten Standortentwicklung
  • Unterstützung der ansässigen Unternehmen beim Umstieg auf Erneuerbare Energien und auf CO2 freie Mobilität
  • Bei allen öffentlichen Baumaßnahmen, Beschaffungen und Wirtschaftstätigkeiten des Landkreises müssen verbindliche ökologische und soziale Kriterien Berücksichtigung finden.
  • Förderung der Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus der Region z. B. auf Wochenmärkten, in Hof- und Bioläden und Aufbau eines Netzwerkes für Erzeuger und Verbraucher
  • Bürgerprojekte und Existenzgründungen für Anbieter von Waren und Dienstleistungen im ländlichen Raum logistisch und finanziell unterstützen, sowie die Gründung von Energiegenossenschaften und Bürgerkraftwerken erleichtern
  • Förderung des Ökolandbaus und Erhaltung des Landkreises als gentechnikfreie Zone

Bildung, Soziales und kulturelles Leben

  • Einführung einer kostenfreier Schülerbeförderung
  • Erhalt aller Schulstandorte im Landkreis, wohnortnah auch im ländlichen Raum
  • Langfristige Sicherung der aufgebauten Schulsozialarbeit
  • Sicherung der kreiseigenen Schulen durch notwendige Investitionen in Gebäude und Ausstattung
  • Verlässliche und auskömmliche Finanzierung von Projekten der Jugend- und Sozialarbeit
  • Ausbau der mobilen Jugendarbeit, um Jugendlichen in ihren konkreten Lebenslagen passgenaue Angebote machen zu können. Das ist der beste Schutz vor Einfluss von Gewalt, Drogen und rechtsextremem Gedankengut.
  • Stärkung generationsübergreifender Initiativen, örtliche Daseinsfürsorge bis ins hohe Alter ermöglichen: Nahversorgung, ärztliche Betreuung und Behörden wohnortnah erhalten bzw. wieder aufbauen.
  • Umsetzung der Integrationskonzeptes des Landkreises mit Schwerpunkt der beruflichen Eingliederung von Geflüchteten
  • Das Vereinsleben in den Kommunen muss gestärkt und finanziell besser abgesichert werden.
  • Ehrenamtliche Arbeit muss mehr gesellschaftliche Würdigung erfahren
  • Gewährleistung vielfältiger und bezahlbarer Angebote der Kreisvolkshochschule und Kreismusikschule.
  • Sicherung eines reichhaltigen kulturellen Angebotes im gesamten Landkreis (Theater, freie Kulturszene, Museen, lokale Kinos).

Bürgerbeteiligung und effektive Verwaltung

  • Erarbeitung von Bürgerbeteiligungssatzungen auf Kreisebene und in den Kommunen, die u. a. Bürgerentscheide erleichtern aber auch neue Mitwirkungsformen, wie Bürgeranträge, ermöglichen sollen.
  • Bei allen Modernisierungen und Sanierungen von kreiseigenen Gebäuden müssen Energieeinsparungen, der Einsatz erneuerbarer Energien sowie Barrierefreiheit verpflichtender Bestandteil sein.
  • Bürgerfreundlicher Ausbau von digitalen Möglichkeiten zur Erledigung von Verwaltungsvorgängen, um damit Wege in die Verwaltung zu reduzieren
  • Stärkeres Engagement des Landkreises bei der Beseitigung von wilden Müllablagerungen